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Clusterfeeding: Das häufige Stillen verstehen und unterstützen

Aktualisiert: 25. Apr.

In den ersten Lebenswochen eines Babys kommt es häufig zu Clusterfeeding. Beim Clusterfeeding sind die Abstände zwischen den einzelnen Stillmahlzeiten so kurz, dass Mütter manchmal den Eindruck haben nonstop zu stillen. Das kann unglaublich anstrengend sein, spielt aber eine entscheidende Rolle beim Aufbau der Milchproduktion.



Warum passiert das?

Es gibt mehrere Gründe für diese Stillmarathons. Erstens haben Neugeborene einen sehr kleinen Magen, da sie während der Schwangerschaft kontinuierlich über Plazenta und Nabelschnur mit Nahrung versorgt wurden. Das Baby benötigt also direkt nach der Geburt häufige und kleine Mahlzeiten.


Zudem erfordert das Saugen und Stillen in den ersten Tagen viel Kraft und Energie. Die Neugeborenen machen gerne kurze Pausen während des Stillens und starten dann wieder. Durch die häufigen Stillmahlzeiten und die Entleerung der Brust wird die Ausschüttung des für die Milchbildung wichtigen Hormons Prolaktin angeregt. Die volle Wirkung von Prolaktin setzt jedoch erst nach 8–16 Stunden ein. Das Neugeborene gibt also die Essens-Bestellung für den nächsten Tag auf.


Ausserdem spielen kindliche Hormone eine Rolle, insbesondere das während des Saugens freigesetzte Hormon Cholezystokinin. Das Hormon vermittelt dem Baby ein Sättigungsgefühl. Nach dem Abfall des Cholezystokininwerts kann das Baby nach kurzer Zeit (10-20min) bereits wieder Hunger sein.


Worauf solltest du achten?

Obwohl Clusterfeeding ein normales und gesundes Verhalten ist, muss sichergestellt werden, dass das Baby ausreichend Nahrung erhält.


  • Zwischen den Clusterfeeding-Phasen gibt es auch Ruhephasen


  • Ein gut gestilltes Baby zeigt ab dem 4.-7. Lebenstag bis zur 4.–6. Lebenswoche mehrmals täglich Muttermilchstuhl. Nach einem Gewichtsverlust in den ersten Lebenstagen (max. 10%) sollte das Baby entlang seiner Gewichtsperzentile wachsen.


  • Genauer hinschauen muss man auch bei wunden Brustwarzen, Milchstaus, starke Gelbsucht oder eines sehr unruhigen Babys über den ganzen Tag.



Dein Baby weiss was es braucht!

Versuche auf die frühen Hungerzeichen deines Babys zu achten. Diese Phasen unterstützen die Milchbildung und führen dazu, dass du und dein Baby optimal aufeinander abgestimmt seit. Clusterfeeding ist ein natürlicher und wichtiger Bestandteil der Stillzeit.


Bist du unsicher ob dein Baby genügend Muttermilch bekommt? Melde dich bei uns zu einer individuellen Einschätzung und Beratung (Stillberatung).




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